Joschka Fischer geht – und zwar für immer. Der ehemalige deutsche Bundesaußenminister und eine der prägenden Führungspersönlichkeiten der Partei der Grünen, deren Mitglied er seit 1982 ist, hat heute in der Bundestagsfraktion der Partei seinen Abschied aus der Politik und von allen politischen Ämtern bei den Grünen bekannt gegeben.
Sein Bundestagsmandat, das er zuerst im Jahre 1983 auf Platz drei der hessischen Landesliste errungen hatte, gab er an die Partei zurück. Spätestens nach der Sommerpause des Parlaments wird der  Deutsch-Iraner Omid Nouripour (31) von der hessischen Landesliste der Grünen nachrücken.
Fischer machte bei seinem letzten Auftritt in der Grünen-Fraktion deutlich, dass sein Abschied endgültig ist. „Die Tür ist zu und der Schlüssel wird umgedreht und weggeworfen“, sagte er nach der Sitzung. Für die Zukunft strebt Fischer keine politischen Ämter mehr an, weder national noch auf internationaler Ebene. Fischer hat ein Angebot der US-amerikanischen Universität Princeton angenommen und wird dort ab September eine Gastprofessur übernehmen.